Kosten und Wirtschaftlichkeit

Der Bau der NEAT kostete rund 22,8 Milliarden Franken.  Die NEAT bringt volkswirtschaftliche Vorteile und ist eine sinnvolle verkehrs- und umweltpolitische Investition.

Bei der Volksabstimmung von 1998 veranschlagte der Bundesrat die Kosten für die NEAT auf 13,6 Milliarden Franken (Preisstand 1995). 2008 erhöhte das Parlament den NEAT-Kredit im Rahmen der "Gesamtschau FinöV" auf 19,1 Milliarden Franken (Preisstand 1998). Schlussendlich betrugen die Kosten unter Einbezug der weiteren Teuerung sowie von Zinsen und Mehrwertsteuer rund 22,8 Milliarden Franken. Die Mehrkosten gegenüber der ursprünglichen Planung kamen wegen folgenden Faktoren zustande:

  • Erhöhung der Sicherheitsstandards und Anpassungen an den Stand der Technik (z. B. Ceneri-Basistunnel mit zwei separaten Röhren statt einer Doppelspurröhre)
  • Verbesserungen für Bevölkerung und Umwelt (z. B. Umfahrung Bahnhof Frutigen, neuer Anschluss in Erstfeld)
  • Geologie
  • Vergabe und Bauausführung
  • Projekterweiterungen

Der Bau der NEAT war primär verkehrspolitisch motiviert. Die NEAT ist aber auch eine volkswirtschaftlich sinnvolle Investition. Sie schafft beachtliche sozio-ökonomische Effekte:

  • der volkswirtschaftliche Nutzen ist grösser als die Baukosten;
  • dieser Nutzen kommt grösstenteils der Schweiz zugute;
  • der Beschäftigungseffekt beträgt ca. 100‘000 Mannjahre;
  • Reisezeitersparnisse im Binnenverkehr von bis zu 50%;
  • Natur als grosse Gewinnerin der Verkehrsverlagerung;
  • Dank Netzvariante mit zwei Achsen breiter wirtschaftlicher Nutzen.
https://www.bav.admin.ch/content/bav/de/home/verkehrsmittel/eisenbahn/bahninfrastruktur/ausbauprogramme/abgeschlossene-ausbauprogramme/neat/kosten.html