Die Geschichte des BAV

Bundeshaus West
Das Bundesamt für Verkehr - damals die «Eisenbahnabteilung» des Bundes - war bei seiner Gründung im Bundeshaus West einquartiert.

Das Bundesamt für Verkehr wurde am 1. April 1873 als Eisenbahnabteilung des Bundes gegründet. Die neu geschaffene Abteilung beaufsichtigte fortan den Bau, den Betrieb und das Tarif- und Rechnungswesen der Schweizer Bahnen und erteilte die Konzessionen. Zuvor hatten die betroffenen Kantone diese Aufgaben innegehabt.

1902 entstanden aus den Privatbahnen die Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Die Aufgaben der Eisenbahnabteilung weiteten sich aus, beispielsweise auf den Bereich der Schifffahrt. Hinzu kamen mit dem Aufkommen des Autos zunehmend generelle Verkehrsfragen und bis 1981 auch die «Tourismusförderung». Deshalb wurde die Abteilung 1935 zum «Eidgenössischen Amt für Verkehr».

Die Verantwortlichkeiten des Amtes dehnten sich im Laufe der Jahre auf die Sicherheitsaufsicht, die Finanzierung und die Regulierung des gesamten öffentlichen Verkehrs, also auf den Eisenbahn-, Tram-, Bus- Seilbahn- und Schiffsverkehr und auch auf den Schienengüterverkehr aus. Seinen jetzigen Namen trägt das Bundesamt für Verkehr seit 1979.

Wichtigste Eckdaten

  • 1852 - Erstes Eisenbahngesetz: Die Kompetenz liegt bei den Kantonen.
  • 1869 - Staatsvertrag zur Gotthardbahn: Dieser macht eine Regulierung auf Bundesebene notwendig.
  • 1873 - Zweites Eisenbahngesetz und Gründung Eisenbahnabteilung (heute Bundesamt für Verkehr): Die Aufsicht über Bau, Betrieb, Tarif- und Rechnungswesen sowie das Recht der Konzessionserteilung wird dem Bund übertragen.
  • 1897 - Die Schifffahrt wird der Eisenbahnabteilung angegliedert.
  • 1898 - Die Volksabstimmung «Verstaatlichung der grossen Eisenbahnen» wird angenommen: Per Anfang 1902 wird die SBB gegründet.
  • 1915 - Umzug vom Bundeshaus West ins neu erstellte Bundeshaus Nord.
  • 1919 - Das Stimmvolk sagt ja zur Vorlage «Die Gesetzgebung über die Schifffahrt ist Bundessache».
  • 1919 - Die Eisenbahnabteilung gibt Aufsichtskompetenzen an die SBB ab und reduziert den Personalbestand.
  • 1923 - Neu steht dem Amt nur noch ein Direktor vor (zuvor technischer und administrativer Inspektor).
  • 1935 - Umbenennung in Eidgenössisches Amt für Verkehr: Neu ist das Amt auch zuständig für gesamtverkehrliche Fragen (Verhältnis Bahn-Strassenverkehr) und die Tourismusförderung.
  • 1958 - Inkrafttreten des dritten, totalrevidierten Eisenbahngesetzes.
  • 1969 - Das Amt wird neu auch zuständig für die Konzessionierung von Luftseilbahnen und Busbetrieben.
  • 1979 - Umbenennung in Bundesamt für Verkehr.
  • 1981 - Übergabe der Tourismusförderung an das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA).
  • 1987 - Die Vorlage «Bahn 2000» wird angenommen.
  • 1992 - Das Stimmvolk gibt grünes Licht für den Bau der NEAT.
  • 2000 - Übernahme von 75 Stellen von der SBB infolge der Bahnreform.  Reorganisation und Umzug des Amtes ins Bollwerk Bern.
  • 2006 - Umzug des Amtes in den UVEK-Campus in Ittigen.
  • 2006/8 - Reorganisation Scambio: Trennung der Aufgaben und Stärkung der Sicherheitsaufsicht.
  • 2014 - Das Stimmvolk stimmt der Vorlage für Finanzierung und Ausbau der Eisenbahninfrastruktur zu.
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