Das flexible Zugsabteil, der Mähroboter am Gleisrand und weitere Innovationen

07.06.2023 – Das Bundesamt für Verkehr (BAV) gibt in einem neuen Bericht Einblick in Forschungs- und Innovationsprojekte für den öffentlichen Verkehr (öV), welche es im letzten Jahr unterstützt hat.

Drei Personen in einem Modell für ein flexibles Zugsabteil
Das BAV unterstützt die Entwicklung eines flexiblen Zugsabteils, das sich für verschiedene Bedürfnisse eignet.
© SOB

Das BAV fördert seit mehreren Jahren ausgewählte Forschungs- und Innovationsprojekte von Transportunternehmen, Universitäten und weiteren Akteuren. Damit will das BAV einen Beitrag dazu leisten, dass der öV und der Schienengüterverkehr noch kunden- und umweltfreundlicher und effizienter werden. Mit seinem neusten Bericht gibt es Einblick in verschiedene Projekte, welche es letztes Jahr in den Bereichen Bahninfrastruktur, Energiestrategie im öffentlichen Verkehr und Innovation im regionalen Personenverkehr unterstützt hat, und stellt Forscherinnen und Projektinitianten vor.

Unter anderem stellt das BAV in seinem neuen Bericht folgende Projekte vor:

  • Das BAV unterstützt ein Projekt unter Federführung der Südostbahn (SOB). Ziel ist es, das Rollmaterial, das über mehrere Jahrzehnte eingesetzt wird, so auszugestalten, dass es den oft rasch wechselnden Bedürfnissen (z. B. Pendelnde an Wochentagen – Ski- und Velofahrende oder Eishockeyfans am Wochenende) angepasst werden kann. Es sollen Lösungen gefunden werden, um das Reisen im Zug mit einer flexiblen Inneneinrichtung für die verschiedensten Kundengruppen attraktiv zu gestalten.
  • Unterstützt hat das BAV im vergangenen Jahr auch einen Versuch der SBB für den Einsatz von Mährobotern an Gleisrändern. Ziel ist es, zumindest die flachen Grünbereiche entlang der Gleise mit einem umweltfreundlicheren Mittel als dem früher breit eingesetzten Herbizid Glyphosat von wuchernden Pflanzen freizuhalten.
  • Ebenfalls gefördert hat das BAV 2022 ein Projekt der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ). Diese haben in ihrer Tramflotte systematisch den Energieverbrauch von Heizung und Kühlung gemessen und die Reaktion der Reisenden auf verschiedene Temperaturniveaus erhoben. Da eine tiefere Heiztemperatur von den Fahrgästen nicht als Komforteinbusse wahrgenommen wird, können die VBZ inzwischen den jährlichen Stromverbrauch von 500 Haushalten einsparen.

Über die drei Programme Bahninfrastrukturforschung, Energiestrategie im öV und Innovation im regionalen Personenverkehr hat das BAV die Forschung und Innovation im vergangenen Jahr mit 4,3 Millionen Franken gefördert. Weitere Informationen zu den Programmen des BAV und den geförderten Projekten finden sich im Bericht.

https://www.bav.admin.ch/content/bav/de/home/publikationen/bav-news-blog/15-2023.html