Wann kommt der Brennstoffzellenbus?

Der Ersatz der Dieselbusse im öV stellt eine grosse Herausforderung dar. Die Waadtländer Hochschule HEIG-VD hat eine Potenzialanalyse durchgeführt. Klar ist: Es geschieht einiges in der Branche. Von einer vollständigen Flottenumstellung ist man jedoch noch weit entfernt. Dafür gibt es gute Gründe.

Der Dieselmotor ist ein Alleskönner. Er lässt sich sowohl im Überlandverkehr, auf Strecken mit grossen Höhenunterschieden und für Stadtfahrten in Megabussen einsetzen. Die Studie der Waadtländer Hochschule HEIG-VD zeigt: Die alternativen Technologien müssen spezifischer für den jeweiligen Einsatz ausgewählt werden. Eine Universallösung für den Verzicht auf Diesel liegt zurzeit noch nicht vor. Mit Ausnahme langer, coupierter Strecken stellt der Markt aber für jede Situation eine emissionsarme Variante zur Verfügung.

Die alternativen Technologien wurden nach 15 Kriterien bewertet, die in fünf Kategorien unterteilt waren: Leistung, Attraktivität für den Benutzer, Umweltbelastung, Betrieb und Wirtschaftlichkeit. In die Bewertung flossen Praxiserfahrungen von fast einem Dutzend Busunternehmen ein. Die Studie gibt ausgehend vom geplanten Einsatz Hinweise auf die optimale Antriebsart.

Im Rahmen des Projekts ist ein Guide pratique entstanden, welcher einen guten Überblick für Interessierte aus der Branche bietet. In diesem Zusammenhang sei auch auf den Leitfaden für Flottenelektrifizierung des RBS verwiesen, den wir in einem früheren Newsletter vorgestellt haben. Ausserdem werden in Kürze die Ergebnisse einer Grundlagenstudie zu Elektrobussen des BFE erwartet.

P-113: Kurzbeschrieb

P-113: Schlussbericht

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