Das Coronavirus und der öffentliche Verkehr

(aktualisiert am 28.05.2020)

 

Abgestimmt auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben werden der öffentliche und der touristische Verkehr ab 6. bzw. 8. Juni wieder weitgehend normal verkehren. Um die Reisenden und die Mitarbeitenden auch bei zunehmender öV-Nutzung vor Ansteckungen zu schützen, gilt weiterhin das Schutzkonzept, welches die Systemführer öV (SBB und Postauto) erarbeitet haben. Das Bundesamt für Verkehr erarbeitet Massnahmen, um die Ertragsausfälle der Transportunternehmen abzufedern.

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Das Coronavirus macht auch vor dem öV nicht halt.
© BAG

Angelehnt an die schrittweisen Lockerungen, welche der Bundesrat für die verschiedenen Wirtschafts- und Lebensbereiche beschlossen hat, führen die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs (öV) per 8. Juni wieder weitgehend den Normalbetrieb ein. Verschiedene Anbieter des touristischen Verkehrs wie beispielsweise Bergbahnen und Schiffe nehmen den Betrieb bereits per 6. Juni wieder auf.  

Das seit 11. Mai gültige Schutzkonzept für den öV gilt weiterhin. Mit dem Schutzkonzept wird den Kundinnen und Kunden des öV dringend das Tragen von Hygienemasken empfohlen, falls der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Pendlerzeiten morgens und abends sollen wenn möglich umgangen und schwächer frequentierte Verbindungen genutzt werden. Die Empfehlung des Bundesrats, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten, gilt weiterhin. Für den touristischen Verkehr und per 8. Juni wieder in Betrieb gehende Dienstleistungen wie die Bahngastronomie haben die Systemführer im Schutzkonzept spezifische Massnahmen ergänzt.

Das Schutzkonzept des öV setzt darauf, dass die Kunden ihre Eigenverantwortung wahrnehmen. Die Transportunternehmen verstärken Reinigung und Desinfektion und informieren zu den Verhaltensregeln. Das BAV hat die Systemführer bei der Erarbeitung des Konzepts unterstützt und insbesondere die nötigen Kontakte zum BAG als federführender epidemiologischer Behörde sichergestellt. Beim Vollzug kommt ihm keine Rolle zu.

Abfederung der finanziellen Folgen

Durch die Empfehlung des Bundesrates, den öffentlichen Verkehr zu meiden und gleichzeitig ein Grundangebot aufrecht zu erhalten, wurde der öV durch die Corona-Pandemie stark betroffen. Das Passagieraufkommen und damit die Einnahmen gingen stark zurück.

Das BAV hat nach Anordnung der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat umgehend reagiert und die Liquidität der Transportunternehmen sichergestellt, z. B. mit der vorgezogenen Auszahlung von bereits früher beschlossenen Subventionen (MM vom 20. März 2020).

Die Transportunternehmen dürften wegen der Corona-Krise im laufenden Jahr hohe Defizite verzeichnen und sind auf staatliche Hilfe angewiesen.

Das BAV ist daran, eine Vorlage mit einer Gesamtsicht auszuarbeiten, welche stufengerechte finanzielle Abfederungsmassnahmen für die Bahninfrastruktur, den Personen- sowie den Güterverkehr vorsieht. Es steht hierfür im Austausch mit den Kantonen und Transportunternehmen. Ziel ist die Erarbeitung einer dringlichen Botschaft zu Handen des Parlaments bis im Herbst.

Für Inhaber von öV-Abos hat die öV-Branche eine Entschädigungsregelung erarbeitet; federführend ist die Branchenorganisation Alliance Swiss Pass.

Informationen für den grenzüberschreitenden Verkehr

Für den internationalen Personen- und Güterverkehr gelten weiterhin Einschränkungen. Folgende Websites enthalten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Informationen zum aktuellen Stand bezüglich Grenzkontrollen und Einreisebestimmungen:

 
 
https://www.bav.admin.ch/content/bav/de/home/themen-a-z/coronavirus.html