Der Direktor des Bundesamts für Verkehr (BAV) Max Friedli wird an der MercinTreno, dem ersten internationalen Forum für die Entwicklung des Schienengüterverkehrs in Rom teilnehmen. Das Forum findet am 19. und 20. November statt. Das BAV wird die Eckpfeiler der Schweizer Verkehrspolitik, das Finanzierungskonzept für Infrastrukturprojekte und die NEAT-Südanschlüsse vorstellen.
Seit dem 1. September 2009 ist das Bundesgesetz über die zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEBG) in Kraft. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, damit das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die SBB AG wesentliche Schritte zur Modernisierung und zum Ausbau der Bahn in der Schweiz auslösen können.
In der Schweiz werden grosse Anstrengungen unternommen, die Bahnübergänge aufzuheben oder die Sicherheit zu erhöhen. Trotzdem ereigneten sich auf Bahnübergängen im vergangenen Jahr 195 Ereignisse mit 5 Todesopfern. In Europa sterben auf Bahnübergängen jährlich rund 600 Personen. Das European Level Crossing Forum (Europäisches Bahnübergangsforum, ELCF) hat deshalb den «Europäischen Tag des Bahnübergangs» ins Leben gerufen.
Das Parlament hat die Zusatzbotschaft zur Bahnreform 2 (Revision der Erlasse über den öffentlichen Verkehr) behandelt. Das Personenbeförderungsgesetz wurde angenommen, das neue Bundesgesetz über die Sicherheitsorgane der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr wurde hingegen vom Nationalrat abgelehnt.
Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist für das Transitland Schweiz eine wichtige verkehrspolitische Zielsetzung, für welche ein eigener Verfassungsartikel (Art. 84 Bundesverfassung) existiert. Zur Erreichung dieses Ziels werden verschiedene Massnahmen umgesetzt (bspw. LSVA, NEAT, Bahnreform, Förderung des Kombinierten Verkehrs).
Als eine Massnahme läuft bis am 30. September 2009 die Ausschreibung der Förderung der Rollenden Landstrasse im alpenquerenden Güterverkehr. Weitere Informationen zur Ausschreibung
Zur besseren Anbindung an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz investiert der Bund bis Ende 2015 1090 Mio. CHF (Preisstand 2003) in das Eisenbahnnetz. Damit werden die Reisezeiten aus der Schweiz zu den Städten Paris, Lyon, München, Ulm und Stuttgart verkürzt.