Die tragende Rolle der Seilbahnen

Seilbahn

Seilbahnen haben in der Schweiz eine lange Tradition. Ohne sie wären attraktive touristische Angebote in den Bergregionen nicht möglich. Derzeit sind in der Schweiz rund 1800 Anlagen in Betrieb. Das BAV ist für die etwa 650 eidgenössisch konzessionierten Seilbahnanlagen zuständig. Für die Aufsicht über Schlepplifte, Kleinseilbahnen (maximal acht Personen je Fahrtrichtung) und Seilbahnen ohne gewerbsmässige Personenbeförderung sind die Kantone zuständig.

Um im hart umkämpften Tourismusmarkt konkurrenzfähig zu bleiben, werden laufend bestehende Anlagen modernisiert oder durch neue Anlagen ersetzt. Der Bau von neuen und die Erweiterung, der Umbau und der Ersatz von bestehenden Seilbahnanlagen werden durch das BAV geprüft. Das BAV ist Leitbehörde für die Erteilung von Konzessionen und Baubewilligungen ("Plangenehmigungen") und erteilt die Betriebsbewilligungen. Namentlich spielen im Rahmen der Prüfverfahren die technische Sicherheit und die Umweltverträglichkeit einer Seilbahn eine zentrale Rolle. Zudem sind Fachstellen des Bundes und die Kantone in diese Verfahren integriert und prüfen, ob die Seilbahnunternehmen mit ihren Anlagen und deren Betrieb die Natur und Landschaft beeinträchtigen.

Zudem nimmt das BAV bei den eidgenössisch konzessionierten Seilbahnen die Sicherheitsaufsicht in der Betriebsphase wahr. Mit risikoorientiert und stichprobeweise durchgeführten Audits und Betriebskontrollen überprüft das BAV, ob die Seilbahnen ihre Eigenverantwortung im Bereich Sicherheit im gesetzlichen Rahmen wahrnehmen. Bei den Anlagen mit kantonalen Bewilligungen wird die sicherheitstechnische Aufsicht durch die Kontrollstelle des Interkantonalen Konkordats für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) wahrgenommen.