Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr

Auch Reisende mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck profitieren von Niederflureinstiegen.

Menschen mit Behinderungen oder altersbedingten Einschränkungen haben dasselbe Recht auf autonome Mobilität und dasselbe Bedürfnis danach wie nicht eingeschränkte Personen. Dabei spielt der öffentliche Verkehr eine zentrale Rolle.

Seit dem 1. Januar 2004 ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) samt seinen Verordnungen in Kraft. Es hält fest, dass der öffentliche Verkehr (öV) bis spätestens Ende 2023 den Bedürfnissen der behinderten und altersbedingt eingeschränkten Reisenden entsprechen muss. Mit Blick auf die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft ist dies ein Vorhaben, von dem nicht nur jüngere Menschen mit einer dauernden Beeinträchtigung, sondern ein bedeutender Teil der öV-Benützenden profitiert. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, nicht mehr gut zu sehen, nicht mehr gut zu hören oder nicht mehr gut gehen zu können. Aber auch junge und gesunde Personen sind froh, wenn das Einsteigen mit dem Kinderwagen oder mit schwerem Gepäck ein Kinderspiel ist. Und: wer hat sich nicht schon einmal den Fuss verstaucht?


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Senioren und öffentlicher Verkehr

In unserer Gesellschaft gibt es immer mehr Seniorinnen und Senioren. Da gerade im Alter die Wege vermehrt mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden, kommt dem öV eine immer zentralere Rolle in der Mobilitätserhaltung älterer Menschen zu.


Spielraum und Voraussetzungen

Dem Spielraum der barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Verkehrs sind insbesondere technische Grenzen gesetzt. Deshalb gelten gewisse Grundvoraussetzungen für die autonome öV-Benützung, auf die das BAV im nachfolgenden Dokument hinweist.