Autoverlad

In der Schweiz gibt es fünf Bahnstrecken mit Autoverlad. Der Bund unterstützt sie mit Investitionsbeiträgen. In Einzelfällen subventioniert er auch den Betrieb.

Autos fahren über die Rampe auf den Autoverlad in Oberwald.
Die Autoverlade durch den Furkatunnel und über den Oberalppass werden vom Bund mitfinanziert.
© Matterhorn Gotthard Bahn

Am Lötschberg, Simplon, Furka, Oberalp und Vereina betreiben die entsprechenden Bahnen Autoverladestrecken.

Der Bund kann aus verkehrs- und umweltpolitischen Gründen Investitions- und Betriebsbeiträge zur Förderung dieser Autoverladestrecken leisten. Er stützt sich dabei auf Artikel 18 des Bundesgesetzes über die Verwendung der zweckgebundenen Mineralölsteuer.

Bei allen Autoverladeanlagen und dem eingesetzten Rollmaterial stehen umfassende Modernisierungen an. Die Unternehmen können die anstehenden Investitionen nur teilweise mit Eigenmitteln finanzieren. Für die prioritären Erneuerungsvorhaben hat das Parlament Ende 2018 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 60 Millionen Franken bewilligt.

Der Bund subventioniert zudem beim Autoverlad der Matterhorn Gotthard Bahn MGB durch den Furkatunnel und  über den Oberalppass auch den Betrieb mit jährlich rund 2,5 Mio Franken. Damit kann die Erreichbarkeit der Randgebiete Goms, Urserental und Surselva sichergestellt werden. Der Autoverlad am Oberalp wird nach der Wintersaison 2022/23 wegen der stark gesunkenen Nachfrage und der ungenügenden Wirtschaftlichkeit eingestellt.

Den Verlad durch den Simplontunnel bestellt der Kanton Wallis bei den BLS. Er wird ohne Beteiligung des Bundes finanziert. Der Autoverlad der BLS durch den Lötschbergtunnel und der Autoverlad der Rhätischen Bahn RhB durch den Vereinatunnel wird eigenwirtschaftlich betrieben.

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