Umstellung auf Elektrobusse kommt voran
Immer mehr Dieselbusse werden durch batteriebetriebene Elektrobusse ersetzt: Diese machen mittlerweile etwas mehr als 11 Prozent der heutigen Flotte aus. Um diesen Übergang zu fördern, übernimmt das Bundesamt für Verkehr (BAV) einen Teil der Anschaffungskosten. Es hat bereits Anträge für den Kauf von mehr als 280 Elektrobussen genehmigt.
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Die Dekarbonisierung schreitet im Bereich des öffentlichen Busverkehrs voran. Anfang 2026 waren in der Schweiz über 7300 Busse im öffentlichen Verkehr im Einsatz, davon 850 Elektrobusse. Diese mit Bordbatterien ausgestatteten Fahrzeuge machen somit bereits etwa 11 % der gesamten Flotte aus. Rechnet man reine Trolleybusse (mit Stromabnehmern für die Stromversorgung über Oberleitungen) hinzu, ist sogar 18 Prozent der Flotte umweltfreundlich.
Der Trend zur Elektrifizierung dürfte sich fortsetzen. Die Entwicklung zeigt in den letzten Jahren, dass die meisten Busse, die als Ersatz für ältere Fahrzeuge angeschafft werden, Elektrofahrzeuge sind. Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der neu zugelassenen Batteriebusse einen Rekordwert: 283 gegenüber nur 81 neuen Dieselbussen und 53 Hybridbusse (Diesel/Elektro), wie aus den Daten des BAV hervorgeht. Im Jahr 2021 war das Verhältnis noch umgekehrt.
Der Bund finanziert mit
Der Bund trägt zu dieser Dynamik bei, indem er sich finanziell an der Anschaffung von Bussen mit Elektroantrieb beteiligt. Diese sind teurer als herkömmliche Dieselmodelle. Die finanzielle Förderung gilt seit 2025 und stützt sich auf das CO2-Gesetz. Ziel des CO2-Gesetzes ist es, die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2030 gegenüber dem Jahr 1990 zu halbieren.
Bis jetzt hat das BAV in diesem Rahmen Anträge um fast 39 Millionen Franken genehmigt. Rund die Hälfte der 282 batteriebetriebenen Elektrobusse, die von dieser Förderung profitiert haben, wurden von PostAuto gekauft, dem grössten Unternehmen im regionalen Strassenverkehr. Auf lokaler Ebene liegen die Genfer Verkehrsbetriebe TPG an der Spitze, gefolgt von den Verkehrsbetrieben der Stadt Bern (SVB) und Zug (ZVB). Weitere Gesuche in Höhe von insgesamt rund 50 Millionen Franken werden derzeit vom BAV bearbeitet.
Pauschale 2027-2028
Der Bund zahlt seine Beiträge als Pauschalen pro Fahrzeugtyp aus. Im regionalen Personenverkehr (RPV), den der Bund gemeinsam mit den Kantonen bestellt, entsprechen diese Pauschalen etwa 75 Prozent der Mehrkosten gegenüber den Preisen für Busse mit konventionellem Antrieb. Für Busse anderer Verkehrsarten (Ortsverkehr, Angebote ohne Erschliessungsfunktion) betragen die Pauschalen 30 Prozent der Mehrkosten. Das BAV hat vor kurzem die Pauschalbeträge pro Elektrobustyp (Kleinbus, Gelenkbus, Doppelgelenkbus usw.) für die Jahre 2027 und 2028 festgelegt (siehe Link).
Zusammenarbeit mit der Branche
Das BAV legt die Pauschale in Abstimmung mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) fest. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist die vom BAV finanzierte Koordinationsstelle neue Antriebsarten Bus seit 2025 tätig. Im Auftrag vom BAV und VöV unterstützt die Stelle die Transportunternehmen bei der Umstellung auf CO2-neutrale Fahrzeuge.