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Veröffentlicht am 21. August 2026

Planung von Bahninfrastrukturvorhaben

Für stabilere Kostenprognosen und verlässlichere Termine: Der Bund will die Planung von Bahninfrastrukturvorhaben weiter verbessern. Das hält er in seiner Stellungnahme zu einem Bericht fest, den die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats erstellt hat.

Ausbauarbeiten im Bahnhof Bern mit eintreffendem Zug

Die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats (GPK-S) hat am 18. Mai 2026 einen Bericht zur Planung von Bahninfrastrukturvorhaben veröffentlicht. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. August seine Stellungnahme dazu verabschiedet. Der Bundesrat dankt der GPK-S für ihren Bericht und die Bestätigung, dass Steuerung und Beaufsichtigung der Bahninfrastrukturvorhaben grundsätzlich effizient erfolgen. Der Bundesrat ist bestrebt, die Empfehlungen der GPK-S umzusetzen. Mit der Umsetzung der Empfehlungen der GPK-S sollen Kosten- und Terminvorgaben bei Bahninfrastrukturvorhaben besser eingehalten werden, ohne dass sich dies negativ auf die Effektivität und Effizienz auswirkt.

Das BAV hat bereits vor dem Bericht der GPK-S eine Aussensicht der Planungs- und Realisierungsprozesse bei Bahnausbauprojekten bei Enginious AG / railcoach.ch in Auftrag gegeben. Der Bericht beschreibt mögliche Handlungsstrategien, um den Kostensteigerungen der Eisenbahnausbauprogramme entgegenzuwirken.

Auf dieser Basis hat das BAV bereits erste Massnahmen umgesetzt: Im Rahmen der Vorlage «Verkehr ‘45» ist vorgesehen, dem Parlament Grossprojekte (strategische Netzelemente) zukünftig erst zu unterbreiten, wenn ein Vorprojekt vorliegt und dadurch eine gewisse Stabilität in der Planung und bei den Kostenprognosen erreicht ist. Weiter hat das BAV den Infrastrukturbetreiberinnen neue Vorgaben zu den Risikozuschlägen gemacht, welche bei der Kostenermittlung in frühen Projektphasen anzuwenden sind.

Über die erzielten Fortschritte werden Bundesrat und BAV im Rahmen der nächsten Botschaften zum Ausbau und Substanzerhalt der Bahninfrastruktur berichten.