Senioren und öffentlicher Verkehr

In unserer Gesellschaft gibt es immer mehr Seniorinnen und Senioren. Da gerade im Alter die Wege vermehrt mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden, kommt dem öV eine immer zentralere Rolle in der Mobilitätserhaltung älterer Menschen zu.

Altersbedingte Einschränkungen setzen meistens zwischen 75 und 85 Jahren ein. Das Aufstehen und Absitzen kann zur Qual werden; die Geh-, die Seh-, die Hörfähigkeit, der Tast- bzw. Bewegungssinn und die Muskelkraft ganz allgemein können vermindert sein.

Den öffentlichen Verkehr zu benützen, bedeutet für viele ältere Menschen oft Stress, sei es, weil der Fussgängerstreifen zur Traminsel nur noch langsam überquert werden kann und die Grünphase der Ampel zu kurz ist, sei es wegen der Kompliziertheit der zu bedienenden Billettapparate, der Vielfalt der zu verarbeitenden Kundeninformationen, den verminderten Funktionsfähigkeiten des Körpers oder der Angst, zu wenig Zeit fürs Ein- und Aussteigen zu haben und zu stürzen.

Mit der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) begegnet man zwar einem Teil, aber nicht allen Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren. Mobilitätstrainingsangebote für ältere Fahrgäste beispielsweise erweisen sich als sehr hilfreich.

Im Jahr 2050 werden voraussichtlich rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.
Im Jahr 2050 werden voraussichtlich rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.

Längere Umsteigezeiten

Die Schweizer Bevölkerung wird immer älter. Auch im öffentlichen Verkehr wächst der Anteil der Reisenden, die nicht mehr so fit sind wie die Jungen. Zudem werden mit der steigenden Verkehrsnachfrage immer mehr Personen die Bahnhöfe nutzen. In einer vom Bundesamt für Verkehr (BAV) in Auftrag gegebenen Studie wurde untersucht, ob vor diesem Hintergrund die Umsteige- und Haltezeiten verlängert werden sollten.

https://www.bav.admin.ch/content/bav/de/home/themen/alphabetische-themenliste/barrierefreiheit/senioren-und-oeffentlicher-verkehr.html