Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA)

Zwei Lastwagen auf einer Autobahn

Die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) wurde 2001 eingeführt. Sie dient dazu, die durch andere Leistungen oder Abgaben nicht gedeckten Wegekosten und die externen Kosten des Lastwagenverkehrs zu decken, welche dieser mit Schäden an Umwelt, Gesundheit etc. auslöst. Die Belastung durch die LSVA darf die vom Schwerverkehr verursachten Kosten nicht übersteigen. Zudem darf die LSVA gemäss dem Landverkehrsabkommen mit der EU im gewichteten Durchschnitt maximal 325 Franken für eine Fahrt von Grenze zu Grenze (Referenzstrecke Basel - Chiasso 300 km) betragen.

Die LSVA gilt für Fahrten von Lastwagen ab 3,5 Tonnen. Bemessen wird sie nach dem höchst zulässigen Gesamtgewicht, den in der Schweiz gefahrenen Kilometern und der Emissionskategorie des Zugfahrzeuges. Fahrzeuge mit modernen, sauberen Motoren zahlen weniger als alte Fahrzeuge. Erhoben wird die LSVA durch die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV). Die Einnahmen gehen zu einem Drittel an die Kantone, zu zwei Dritteln an den Bund. 2016 betrugen die Nettoeinnahmen 1,45 Milliarden Franken.

Die LSVA ist ein wichtiges Element der schweizerischen Verlagerungspolitik. Der Bund verwendet seinen Anteil an den Einnahmen primär für die Finanzierung der Bahninfrastruktur. Mit der Einführung der LSVA gelang es, Kostenwahrheit und gleich lange Spiesse zwischen Strasse und Schiene im Güterverkehr zu schaffen.

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