Ausbauprogramme Bahninfrastruktur

Rolltreppe Bahnhof Bern

Ausbauschritt 2035

Für den Ausbauschritt 2035 schlägt der Bundesrat Projekte für rund 11,5 Milliarden Franken vor. Diese ermöglichen es, die heute absehbaren Überlasten auf verschiedenen Strecken abzubauen. Zu den vorgesehenen Projekten gehören der Brüttenertunnel, der Zimmerberg-Basistunnel II sowie Ausbauten zwischen Yverdon, Lausanne und Genf.

Bahnarbeiter verlegen ein neues Gleis.

Ausbauschritt 2025

Der Bahn-Ausbauschritt 2025 wurde im Rahmen der Vorlage zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) beschlossen. Mit ihm soll die Kapazität in grossen Bahnknoten wie Genf, Basel und Bern, aber auch an vielen anderen Orten gesteigert werden. Der Ausbauschritt 2025 umfasst Massnahmen für 6.4 Milliarden Franken.

Neat_Nordportal_Inbetriebnahme

NEAT

Mit den drei Basistunnels der NEAT am Gotthard, Lötschberg und Ceneri wird eine Flachbahn durch die Alpen erstellt. Diese erhöht die Attraktivität des alpenquerenden Schienengüterverkehrs und sorgt für kürzere Reisezeiten im Personenverkehr. Die NEAT kostet rund 23 Milliarden Franken; sie wird bis Ende 2020 fertiggestellt.

Ein Personenzug unterwegs, daneben mehrere Gleise mit Oberleitungen

ZEB

ZEB führt das Knotenkonzept von "Bahn 2000" weiter. Projekte im Umfang von 5,4 Milliarden Franken führen bis 2025 zu besseren Anschlüssen und zu einem dichteren Angebot mit mehr Kapazitäten. Davon profitieren alle Landesteile. Im Güterverkehr ermöglicht ZEB eine Beschleunigung und den Kapazitätsausbau auf der Nord-Süd-Achse.

Güterzug bei Tunneleinfahrt

4-Meter-Korridor

Damit Sattelauflieger mit einer Eckhöhe von 4 Metern per Bahn von Nordeuropa zu den Umladeterminals in Norditalien transportiert werden können, werden auf der Gotthard-Achse ältere Tunnels vergrössert und weitere Profilhindernisse beseitigt. Der 4-Meter-Korridor wird bis Ende 2020 fertiggestellt und kostet maximal 990 Millionen Franken.

Bahnhof-Infotafel

Hochgeschwindigkeits-Anschluss

Zur besseren Anbindung ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz investiert der Bund bis Ende 2020 rund 1,1 Milliarden Franken in das Eisenbahnnetz. Damit werden im Interesse des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Schweiz die Reisezeiten nach Paris, Lyon, München, Ulm und Stuttgart zum Teil deutlich verkürzt.

Ein Personenzug auf offener Strecke

Lärmsanierung der Eisenbahnen

Mit dem Programm zur Lärmsanierung wurde das gesamte schweizerische Rollmaterial auf leise Bremsen umgerüstet. Ergänzend wurden rund 276 Kilometer Lärmschutzwände und über 70‘000 Schallschutzfenster installiert. In einer 2. Etappe werden per 2020 laute Güterwagen auf dem schweizerischen Netz generell verboten.