Strengere Abgasvorschriften für die gewerbliche Schifffahrt in der Schweiz

Bern, 19.02.2020 - Die gewerbliche Schifffahrt auf Schweizer Seen und Flüssen soll sauberer werden und weniger Schadstoffe ausstossen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. Februar 2020 dazu die entsprechenden Vorschriften verschärft. Sie gelten ab April 2020. Auf diese Weise kann die Umwelt besser geschützt und das Schutzniveau dem neuen europäischen Standard angeglichen werden.

Für Fahrgastschiffe und Frachtschiffe gelten ab 1. April 2020 strengere Abgasvorschriften. Der Grenzwert für Stickoxide (NOx) wird so stark gesenkt, dass der Einbau von Katalysatoren erforderlich wird, wie sie bei Lastwagen bereits üblich sind. Der Bundesrat hat dafür eine Teilrevision der Verordnung über die Anforderungen an Schiffsmotoren auf schweizerischen Gewässern (VASm) beschlossen.

Damit erreicht die Schweiz das gleiche Schutzniveau wie die EU. Diese hat auf Anfang 2020 neue Grenzwerte für Abgasemissionen und den Partikelausstoss in Kraft gesetzt. Für die internationale Rheinschifffahrt gelten seit dem 1. Januar die gleichen Regeln. Neu gilt in der EU ausserdem die Partikelfilterpflicht für grössere Motoren; diese ist in der Schweiz bereits seit 2007 in Kraft, und zwar für alle Motoren.

Schiffsmotoren, die in der Schweiz bereits zugelassen bzw. in Betrieb sind, dürfen weiter betrieben werden. Für den Import von Dieselmotoren ohne Abgasnachbehandlungssystem gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren.


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