«Rundschau» vom 11.9.2019: Stellungnahme BAV

Die unabhängige Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) des Bundes hat im Nachgang zu einem Einklemmunfall bei der Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn (SZU) von 2016 einen Bericht veröffentlicht und zwei Sicherheitsempfehlungen an das BAV abgegeben. Die «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SRF berichtet in ihrer Sendung vom 11. September 2019 über die Umsetzung dieser Empfehlungen. Das BAV hält dazu folgendes fest:

  • Im Untersuchungsbericht der SUST zum Unfall von 2016 standen als Unfallursache die breiten «Gummilippen» der SZU-Türen im Zentrum.

  • Die SUST empfahl dem BAV zu prüfen, ob bei anderen Fahrzeugtypen ein ähnliches Sicherheitsdefizit vorliegt und die geeigneten Massnahmen für deren Behebung zu ergreifen (Empfehlung 121).

  • Das BAV klärte ab, wo ähnliche Fahrzeugtypen mit breiten Tür-Gummilippen im Einsatz stehen. Es zeigte sich, dass dies nur bei der SZU der Fall war. Gemeinsam mit der Bahn wurden die nötigen Massnahmen ergriffen.

  • Diese Vorgehensweise wurde Ende 2017 an einem Treffen zwischen BAV und SUST unter Leitung der SUST besprochen. Die Massnahme wurde gemäss dem Protokoll, das von der SUST geführt wurde, als «umgesetzt» bezeichnet.

  • Die SUST hat gemäss Art. 48 der Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen (VSZV) die Möglichkeit, sich beim Departement zu melden, wenn sie zum Schluss kommt, ein Fachamt habe eine Sicherheitsempfehlung ungenügend umgesetzt. Es erfolgte keine derartige Meldung.

Damit wurde die Umsetzung der Sicherheitsempfehlung 121 mit dem Fokus auf die breiten Tür-Gummilippen gemeinsam von SUST und BAV getragen.

 
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