Regionaler Personenverkehr (RPV) mit Erschliessungsfunktion

Der regionale Personenverkehr (RPV) mit Erschliessungsfunktion wird vom Bund zusammen mit den Kantonen bestellt und abgegolten. Er umfasst den Verkehr innerhalb von Regionen einschliesslich der Groberschliessung von Ortschaften sowie den Verkehr mit benachbarten, auch ausländischen Regionen.

Gemäss Artikel 4 ARPV wird unter regionalem Personenverkehr (RPV) der Verkehr innerhalb einer Region, einschliesslich der Groberschliessung von Ortschaften, sowie der Personenverkehr zwischen benachbarten, auch ausländischen Regionen verstanden. Abzugrenzen ist der RPV vom Ortsverkehr, vom Fernverkehr sowie vom Ausflugsverkehr.

Eine Linie hat gemäss Artikel 5 VPB dann eine "Erschliessungsfunktion", wenn sich an mindestens einem Linienende ein Verknüpfungspunkt mit dem übergeordneten Netz des öffentlichen Verkehrs und am anderen Ende oder zwischen den Linienenden eine Ortschaft befindet. Damit die Erschliessungsfunktion gegeben ist, muss eine Linie eine Ortschaft mit mindestens 100 Einwohnern erschliessen. Wird keine Ortschaft mit mindestens 100 Einwohner erschlossen, spricht man von Linien des Ausflugsverkehrs (bspw. Bahnlinie auf das Jungfraujoch).

Die Linien des RPV mit Erschliessungsfunktion können gemäss Artikel 28 Absatz 1 PBG von Bund und Kantonen gemeinsam bestellt und abgegolten werden (siehe Bestellverfahren).

Aktuell werden bei 114 Transportunternehmen rund 1'425 Linien bestellt. Der Bund finanziert den RPV jährlich mit rund 1 Mia. Franken.

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