Finanzierung des Personenverkehrs

Zugpassagiere steigen auf einem Perron in einen Wagen ein.

Der Bund bestellt gemeinsam mit den Kantonen Angebote des regionalen Personenverkehrs (RPV) auf Schiene und Strasse sowie auch einzelne Schiffs- und Seilbahnverbindungen. Die Bestellung basiert auf der Abgeltung der geplanten ungedeckten Kosten der Transportunternehmen. Die gemeinsamen Abgeltungen von Bund und Kantonen im RPV beliefen sich 2018 auf rund 2 Milliarden Franken.

Das Personenbeförderungsgesetz unterscheidet zwischen folgenden Angeboten:

  • Angebote von nationaler Bedeutung (Fernverkehr),
  • Angebote des regionalen Personenverkehrs mit Erschliessungsfunktion,
  • Angebote ohne Erschliessungsfunktion,
  • Angebote des Ortsverkehr

Der Bund beteiligt sich nur an der Abgeltung von Angeboten des RPV mit Erschliessungsfunktion. Zum RPV mit Erschliessungsfunktion zählen neben Eisenbahn- und Buslinien auch einzelne Seilbahnen und Schiffslinien, insgesamt werden die ungedeckten Kosten von rund 1'425 Linien abgegolten. Der Anteil des Bundes unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Er beträgt im gesamtschweizerischen Durchschnitt rund 50% der Abgeltungen. Im Jahr 2018 richtete der Bund Abgeltungen in der Höhe von 1 Milliarde Franken aus.

Fernverkehrsangebote sind eigenwirtschaftlich zu betreiben, d.h. der Bund leistet keine Abgeltungen. Linien des Ortsverkehrs und teilweise auch Linien ohne Erschliessungsfunktion werden von Kantonen und/oder Gemeinden abgegolten.

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