ESöV-Newsletter Mai 2020

Editorial

Die Corona-Krise hat den öV hart getroffen und wird ihn noch lange prägen. Die Grenzschliessungen haben die vielfältigen Abhängigkeiten der Schweiz vom Ausland deutlich gezeigt. In einem nächsten Fall könnte der Energieimport betroffen sein, weshalb es sich – trotz eines vorübergehend gesunkenen Energiebedarfs im öV – lohnt, weiterhin an der Energieeffizienz zu arbeiten. Im Bereich der Hygiene und der Sicherheit können die Projekte des Programms ESöV 2050 wichtige Hinweise liefern, um die Ausbreitung von Erregern einzudämmen, beispielsweise bei der Auslegung und beim Betrieb von Heizung, Lüftung und Kühlung.

Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse möchten wir deshalb alle Akteure im öV ermuntern, sich auf Neues einzustellen, ihre Ideen einzubringen und ihr Wissen zu teilen. Mit dem Programm ESöV 2050 bieten wir dafür eine Plattform für den Austausch und ein Förderinstrument für Projekte. Vorschläge sind willkommen, insbesondere Gemeinschaftsprojekte mehrerer Transportunternehmen - reichen Sie Ihre Gesuche bis zum 30. Juni ein!

© Appenzeller Bahnen

Die Appenzellerbahn wird zum Kraftwerk

Eigentlich wäre das Projekt Durchmesserlinie der Appenzellerbahn (AB) für sich schon gross genug gewesen. Es umfasste die Beschaffung von neuem Rollmaterial, den Bau des Tunnels Ruckhalde, die Modernisierung von Haltestellen und die Anpassung der Stromversorgung. Die AB packte mit der Rückspeisung der Bremsenergie auf dem Abschnitt Trogen – St. Gallen nochmals ein innovatives und anspruchsvolles Vorhaben dazu.

Lok- und Busfahren mit Köpfchen und System

Sowohl auf der Schiene wie auf der Strasse können technische Hilfsmittel das Personal bei einer energieeffizienten Fahrweise unterstützen. So unterschiedlich die Systeme bei Bus und Bahn sein mögen, eines ist ihnen gemeinsam: sie müssen ausgiebig getestet und auf die Praxis angepasst sein, um von Chauffeusen und Lokführern positiv aufgenommen zu werden.

Windschlüpfriger IC 2000-Dosto

Die fliessenden Formen moderner Triebzüge prägen das Alltagsbild im Fern- und Regionalverkehr. Umso mehr fällt der abrupte Übergang zwischen Lok und nachfolgendem Wagen beim IC 2000 auf. Der aerodynamische Makel ergab sich dadurch, dass Loks und Wagen unabhängig voneinander beschafft wurden. Da der IC 2000-Dosto über 20 Jahre lang weiterhin seinen Dienst leisten wird, prüfte die SBB die Möglichkeit, den Zug aerodynamisch aufzurüsten.

Aktivitätenbericht 2019

Der jährlich erscheinende Aktivitätenbericht vermittelt einen Einblick in das Programm und stellt die wichtigsten Ergebnisse aus den geförderten Projekten dar.

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