Konzessionen für die Schifffahrt auf dem Lago Maggiore und Lago di Lugano erneuert

Bern, 23.12.2016 - Die Schweiz und Italien haben die Konzessionen für die beiden Schifffahrtsunternehmen auf dem Lago Maggiore und dem Lago di Lugano für die nächsten 10 Jahre im gegenseitigen Einvernehmen erneuert. Damit wurde ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Absichtserklärung (Memorandum di Intesa) zur Steigerung der touristischen Attraktivität der Schifffahrt gemacht. Diese Absichtserklärung war von Bundesrätin Doris Leuthard und Minister Graziano Delrio am 31. Mai 2016 in Lugano unterzeichnet worden.

Am 23. Dezember 2016 haben die beiden Schifffahrtsgesellschaften auf dem Lago Maggiore und dem Lago di Lugano – die italienische Gestione Governativa Navigazione Laghi (GGNL), zu der die Navigazione Lago Maggiore (NLM) gehört, und die schweizerische Società Navigazione del Lago di Lugano (SNL) – die Konzessionen für die nächsten 10 Jahre erhalten. Diese wurden vom italienischen Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti (MIT) und vom schweizerischen Bundesamt für Verkehr (BAV) erneuert. Sie erlauben es den Unternehmen, für weitere 10 Jahre die Linienschifffahrt und weitere Angebote auf den beiden Seen zu betreiben und diese durch weitere Angebote zu ergänzen.

Wichtigste Grundlage für diese Konzessionen ist ein Staatsvertrag zwischen Italien und der Schweiz. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Schifffahrt auf dem Lago Maggiore durch ein italienisches und auf dem Lago di Lugano durch ein schweizerisches Unternehmen betrieben wird.

Die Erneuerung der Konzessionen ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Absichtserklärung, welche die beiden Verkehrsminister am Vorabend der Eröffnungsfeier des Gotthard-Basistunnels Ende Mai in Lugano unterschrieben haben. Diese politische Absichtserklärung sieht unter anderem vor, nach neuen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Schifffahrtsunternehmen zu suchen. Damit soll die touristische Attraktivität der Schifffahrt gesteigert werden. Die Arbeiten zur Umsetzung der Absichtserklärung für diese und weitere Massnahmen laufen in der italienisch-schweizerischen Gruppo di Lavoro derzeit auf Hochtouren.

Im Zentrum dieser Arbeiten stehen umfassende Abklärungen für eine künftige Zusammenarbeit der beiden Schifffahrtsunternehmen und die Frage, unter welchen Bedingungen in Zukunft private Unternehmen Dienstleistungen auf beiden Seen anbieten können.

Lösungen für die mögliche Zusammenarbeit zwischen der NLM und der SNL sollen bis Ende 2017 auf dem Tisch liegen. Die neu ausgestellten Konzessionen schaffen den Rahmen für neue Zusammenarbeitsformen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auf dem Lago Maggiore und dem Lago di Lugano weder Änderungen am bisherigen Fahrplanangebot noch beim Personal vorgenommen. Die Spielregeln für den allfälligen Markteintritt von privaten Anbietern auf beiden Seen werden in den nächsten Monaten festgelegt.


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